Studenten finden das deutsche Bildungssytem super!
Zum diesem Schluß bin ich nach dem heutigen Tage gekommen.
SpiegelONLINE hat im Bildungsstreik Artikel geschrieben, dass wohl ca. 5000 Leute bei der Demo im Dortmund dabei waren. Ich war einer davon. Einer der wenigen Studenten. Wenn ich mal eine Schätzung machen müsste würde ich sagen weitaus weiniger als 10% davon waren Studenten.
Das machte sich schon auf dem Hinweg bemerkbar, als die S-Bahn von der Uni zum HBF erträglich gefüllt und die vom HBF zur Uni wie immer gerammelt voll war.
Ich selber muss ja sagen, dass ich auch nicht mit allen Forderungen der meisten Demonstranten übereinkomme.
Einige Beispiele:
- Abschaffung der Studiengebühren
- würde ich so unterstützen. Die haben so viel bürokratischen Overhead erzeugt und brigen keine Verbesserung der Lehre, sondern nur Arbeit und Ärger. Außerdem halten sie den AStA davon ab ihre Energie in Sinvolleres zu stecken als in die Abschaffung der Studiengebühren.
- Ausbildung für alle
- haben wir meiner Meinung nach. Wer sich bilden möchte wird in Deutschland nicht daran gehindert. Es gibt genügend soziale Förderungen, Stipendien etc. die nimmt nur keiner in Anspruch.
- Abschaffung, des 3 gliedrigen Schulsystems
- bin ich kein Befürworter von. Ich fand es damals zu meiner Schulzeit ganz angenehm. Ich bin ein Freund des Individuums und gegen Gleichmacherei.
- Mehr Demokratie an Hochschulen
- Tolle Idee… aber bei Hochschulwahlen mit Wahlbeiteiligung von unter 5% bezweifle ich, dass die Mehrheit der Studenten Demokratie an Hochschulen wünscht.
- Reduzierung des Leistungsdrucks
- Meiner Meinung nach kommt der Druck nicht vom System, sonder den macht man sich selber. Wer findet, dass in seinem Bachelor der auf 6 Semester angelegt ist zu viel Stoff ist, der macht ihn halt in 8 oder 10 Semester, wo ist das Problem?
- Mehr Geld für Bildung
- Das ist definitiv nötig! Investitionen in Bildung ist investieren in unseren künfigen Wohlstand. Dieser Punkt ist der Einzige, den ich zu 100% unterstütze und wesshalb ich auch mit auf der Demo war.
Meine Schlußfolgerung des heutigen Tages ist also folgende:
Wenn ich sehe dass von knapp 30000 Dortmunder Studierenden nicht mal 500 auf der Demo waren, also keine 2%. Und die Wahlbeiteiligung an Hochschulwahlen auch verdammt mieserabel ist, dann kann das doch nur bedeuten, dass die große Mehrheit der Studierenden der Meinung ist, dass in dem Sytem in dem Sie sind alles in bester Ordnung ist, oder?
Wenn die Mehrheit das Gefühl hätte, es läge einiges im Argen, dann würden Sie doch versuchen es zu ändern.
Oder übersehe ich irgendetwas?




