Warum macht die Union Wahlkampf gegen die FDP und nicht gegen die SPD?

Man könnte doch meinen, dass es ein Widerspruch ist gegen den Wunschpartner Wahlkampf zu machen.

Das ist es aber mit nichten! Die Union nimmt die SPD doch gar nicht mehr als gleichberechtigen Gegner war. Die Union ist die große Partei und die restlichen liegen alle irgendwo zwischen 10 und 20%.

So ist es ja nunmal.

Viele haben schon einmal den Satz “Bad Publicity is Good Publicity” gehört. Die Union macht einfach Wahlkampf gegen die FDP weil das insgesammt im Lager von Union und FDP zu mehr Stimmen führen wird. Diejenigen die der Union bei den Streitigkeiten Recht geben, wählen Union und andersrum die FDP.

Die SPD nimmt da doch kaum noch einer war. Ich finde es auch interessant, dass die Union die “TV-Duelle” noch nicht abgesagt hat, oder zumindest in etwas anderes umgewandelt hat.

Würde die Union jetzt mit biegen und brechen (wie früher oft) Wahlkampf gegen die SPD machen würden Sie aus zweierlei Hinsicht einen großen Fehler begehen.

  1. Würden sich eventuell Wähler die jetzt im Moment nicht (mehr) SPD wählen wegen der Angriffe mit der SPD solidarisieren. Auch bei soetwas wie Wahlen gibt es einen psychischen Aspekt des Wählers. Die Union scheint das zu wissen, deshalb die Attacken auf die FDP und andersherum.
  2. Gegen eine Partei zu hetzen, mit der man 4 Jahre regiert hat ist gefährlich. Denn auf viele Attacken könnten dadurch schmerzhafte Konter kommen. Man hat ja schließlich vieles gemeinsam entschieden.

Man sieht also. An der derzeitigen Situation im Wahlkampf ist gar nichts ungewöhnlich!


2 Comment(s)

  1. Die SPD scheint irgendwie am Rande zu stehen, losgelöst von den anderen Parteien und von niemandem beachtet. Arme Partei. ;)

    | Haf | Aug 27, 2009 | Reply

  2. Gibt noch einen Grund für den Wahlkampf gegen die FDP:

    Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat die CDU so viele Stimmen an die FDP verloren. Das ist eine regelrechte Bluttransfusion – und das will die Union nicht. Klar wollen sie Schwarz-Gelb; aber mit viel Schwarz und wenig Gelb. Wenn am Ende die CDU 33 % hat und die FDP 18 %, ist die Union zugleich erfreut und angepasst: Die Traumkoalition steht, aber man ist nicht mehr der deutlich überlegene Seniorpartner, sondern nur noch der leicht größere Partner.

    | bogi | Sep 10, 2009 | Reply

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